Erster Advent

Wenn man am ersten Advent selbst den Adventskranz soweit bestückt hat, dass vier Kerzen darauf stehen und angezündet werden können, ist man doch noch gut in der Zeit.

Ellie darf die erste Kerze anmachen.

Mittags machen wir uns alle gemeinsam auf den Weg zu Hannes Tanzaufführung am GermaniaCampus.

Gemeinsam mit gefühlt 4.000 anderen Omas, Opas, Vätern, Müttern, Tanten, Onkeln und Geschwistern schwitzen wir in unseren Winterjacken. Aber das große Mädchen hat so sichtbar so viel Freude, dass wir 3 froh sind, sie beim Auftritt gesehen zu haben.

Danach verabschieden wir uns. Das große Mädchen bleibt und guckt sich weitere Aufführungen an, das kleine Mädchen ist auf einen Geburtstag eingeladen.

Wir stehen uns die Beine in den Bauch und überlegen, ob wir uns in der Zeit vertan haben, da niemand sonst angeradelt oder angefahren kommt. Natürlich fotografiere ich sonst alles, weil Zettel die Angewohnheit haben schnell zu verschwinden, nur diese eine Einladung nicht. Der Liebste radelt heim um auf die Einladung zu gucken und meldet: weitere 20 Minuten müssen wir noch warten, aber das ist machbar.

Nachdem die anderen Gäste auch langsam eintrudeln, verabschiede ich mich von Ellie und radele zu einem kinderlosen, entspannten Nachmittag nach Hause.

Punktlandung

(Einigermaßen) Gut in der Zeit liegen der Liebste und ich, als wir 20 Minuten vor Mitternacht die diesjährigen Adventskalender der Mädchen fertigstellen. Vor 2 Jahren hat Christoph die Gestelle mit seinem Vater angefertigt. Wir alle lieben das festlichte Licht, das die Kalender in die Küche bringen.

Wie immer ist es egal, wer sich welche Seite aussucht. Es ist das gleiche drin, nur an unterschiedlichen Tagen. Nur das Buch, das sie am 1. Dezember öffnen dürfen, ist natürlich abgestimmt.

Zeichnung

Samstag. Ella liegt in meinem sonnengelben Bademantel bäuchlings auf dem Boden und ist kreativ. Ab und an zeigt sie mir ihre Werke.

Kick-Off Workshop

Obwohl sie heute schon kurz nach 7 am Münsteraner Hauptbahnhof sein muss und das wirklich sehr früh ist, hat sie nicht gejammert. Eben sowenig wie ihr Vater, natürlich, der sie zum Bahnhof begleitet hat.

Gemeinsam mit 3 Lehrern und einer Freundin fährt Hanne als Mitglied ihrer Schule nach Hannover. Dort findet heute ein Kick-Off Workshop des Projekts „ Entwicklung eines umfassenden Nachhaltigkeits-Qualitätsprofils (2019-2021)“ der UNESCO-Projektschulen statt.

Nach einem langen, aber spannenden Tag voller Eindrücke Tag kommt sie um 19h zur Tür rein, hat viel Hunger und ebenso viel zu erzählen.

Unter Strom

Noch nicht so spät, aber absolut dunkel. Zeit für Mützen und dicke Jacken bei der Abendrunde. Der erste Glühwein des Jahres mit der liebsten Fastnachbarin.

Warnwesten und Kekse

Ellie verabredet sich nach der Schule mit zu einer Freundin. Als ich sie um 6 abholen radele, ist es schon stockdunkel.

Noch kommt sie nicht alleine nach Hause, obwohl das sicher nicht mehr lange dauert. Viele, die wie wir mit dem Rad unterwegs sind, haben jetzt eine Warnweste an – die Stadt verteilt sie jedes Jahr im Herbst kostenlos. Dadurch werden Jahr um Jahr mehr Menschen mit Westen ausgestattet.

Christoph und ich tragen sie im Dunkeln…. er öfter als ich. Bis jetzt war ich nicht sehr gewissenhaft, möchte das aber dieses Jahr ändern. Bei den Mädchen ist das schwieriger, daher habe ich ihnen schon im letzten Jahr warnwestengelbe, reflektierende Regenschutze für ihre Schulranzen gekauft. Da beide ihre Taschen auf dem Gepäckträger transportieren, sind sie gut sichtbar und es gibt kein Gejammer darüber, dass man damit vielleicht uncool aussieht.

Während ich Ellie abholen radele, bereitet Hanne den Teig für die ersten Ausstechkekse vor. Den Rest des Abend stechen wir aus, singen mit dem Radio um die Wette und die Bleche im Ofen rotieren.

Der Liebste kommt heim, wir essen zu Abend und zum Nachtisch gibt es die ersten Kekse.

Elternsprechtag

Ellas und mein erster in der weiterführenden Schule. (Von Anfang an haben der Liebste und ich die beiden Mädchen in Sachen Elternabend und Elternsprechtag gerecht untereinander aufgeteilt. Nachdem er also schon 4 Jahre hinter sich gebracht hat, fange ich auf dem Gymnasium grade erst an).

Ich gehe nur zu den Hauptfachlehrern, von denen netterweise die beiden, die Klassenlehrer und Mathe- und Deutschlehrer sind, gemeinsam die neuen Eltern empfangen.

Danach muss ich noch flott zur Englischlehrerin. Ich kann mir, wie schon in der Grundschule, positive Einschätzungen abholen. Dabei liegt der Fokus auf dem Gymnasium beim Fachlichen: Ella arbeitet zügig und löst die Aufgaben richtig. Sie ist aufmerksam, ordentlich, organisiert. Angekommen, das frage ich bei der Klassenlehrerin nach. Ella könnte sich mehr melden, denn sie kennt ja die Antwort. Auch das habe ich schon oft gehört. Als ich nach Hause komme, freut sich Ellie sehr über alles, was ich berichte.

Krippenausstellung

Ella pilgert mit ihrer Klasse ins Museum nach Telgte.

Mit Religion hat sie’s nicht so. Auf dem Fragebogen, den die Kinder im Laufe der Ausstellung ausfüllen sollen, notiert sie am Ende bei der Frage nach ihrer Vorstellung vom Jenseits „Dunkelheit!“

Den Krippenweg in Handorf haben wir vor 2 Jahren besucht.

E Quadrat

Ellie knüpft erste Freundschaftsbande mit E und die beiden Mädchen sind alleine zu Hause, denn Dienstag ist Hannes langer Tag und die beiden älteren Menschen in diesem Haus müssen arbeiten.