Corontäne 63: Aasee

Der Weltbeste trifft sich nachmittags am Aasee mit einer lieben Freundin.

Auch andere sind in Zweierteams unterwegs.

Das kleine Mädchen chillt

und klettert auf den Tisch, um auf die Garage zu kommen und von dort aus Musik zu hören und die Leute zu beobachten, die am Haus vorbeigehen.

Sie hat außerdem beschlossen sich die Haare wachsen zu lassen.

Corontäne 62: Lernen und B

Einer der schönsten Handgriffe ist es für mich, wenn ich morgens die Solarlux aufschmeißen kann und sich mein Leben nach draußen verlagert. Meistens kommen die Kinder direkt hinterher.

Das Leben nach draußen zu bringen funktioniert natürlich gut, wenn’s digital abläuft. Hier im Bild: 3 Menschen mit 3 Laptops am Terrassentisch (und der Mann war im Büro).

Manchmal muss zumindest das jüngere Kind noch physisch vorhandene Bücher dazunehmen. Beim großen Kind findet das gar nicht mehr statt.

Irgendwann verabschiede ich mich ins Arbeitszimmer und lasse die beiden zurück. Stunden später tauche ich wieder auf, die beiden sind wieder oder immer noch fleißig, und ich gucke Wolken.

Abends bereiten wir zusammen eine Menge Sachen mit B vor. Brokkoli und Bulgursalat, Baguette, Bratenfleisch, Baubergine und Bampignons mit Bafskäse.

Corontäne 61: Besuch

Die Großeltern kommen für den Tag vorbei.

Es wird geschlemmt, gespielt, geredet, wir bekommen eine Menge Sachen. Christoph und sein Vater versuchen sich mal wieder am Brunnen, jetzt, wo der Sommer kommt, wäre das so schön – allerdings leider mit wenig Erfolg.

Wir versuchen auf die Distanz zu achten, so gut es für Großeltern und Enkel nun mal geht.

Corontäne 60: 999 Puzzleteile und kein ESC

Es ist Samstag, und am Vormittag pröddeln alle vor sich hier. Wir sitzen draußen, sind drinnen, lesen Zeitung, hören Musik. Zum sehr späten Frühstück gibt es sehr leckere Pancakes mit Ahornsirup aus Michigan.

Am Nachmittag hat sich Ellie verabredet und ist letztendlich fast 5 Stunden unterwegs. Das tut ihr richtig gut. Das große Mädchen puzzelt. Ich mache mit, denn dabei kann man sich wunderbar unterhalten, oder beieinander sein.

Das dauert ein bisschen. Der lokale Radiosender spielt 3x James Blunt, also schätze ich so drei Stunden. Es ist schön zwischen uns. Die letzten beiden Puzzleteile sollen wir für Ellie übrig lassen.

Zwei Puzzleteile sind übrig, aber leider drei Löcher.

Hanne findet das sehr „unsatisfying“, mit einem deutschen un-. Ich auch.

Das große Mädchen zieht sich an, sie geht heute noch los. Das kleine Mädchen hole ich etwas später im Neubaugebiet ab. Wir huschen mit den Masken von Oma in den Laden gegenüber, machen gemeinsam Abendessen und gucken dann den ESC. Auch das ist ganz anders als in anderen Jahren.

Die vorherigen ESCs rückwärts aufgelistet:

2019

2018

2017

2016

2015

2014

2013

2012 fiel’s bei uns aus, da Kind krank, allerdings erinnere ich mich noch an Loreens Auftritt mit „Euphoria“ für Schweden.

2011

2010

Corontäne 59: In der Stadt

Das große Mädchen schlendert heute.

Das kleine Mädchen hat riesengroße Sehnsucht nach Gleichaltrigen. Sie findet es unfair, dass die große Schwestern sich jeden Tag mit ihrer +1 verabreden kann, und es bei ihr einfach nicht so richtig klappt.

Das liegt einerseits am Alter: 10 ist einfach anders als 15. Während man sich mit 15 auf eine Wiese setzt und den ganzen Nachmittag quatscht, ist das mit 10 noch viel zu öde.

Das liegt aber auch an den jeweiligen Situationen in den Familien der Freunde, die es für Ellie erschweren sich zu treffen.

Das liegt nicht zuletzt an der Entfernung anderer möglicherweise treffbarer Menschen, zu denen man mit 10 nicht so einfach kommt wie mit 15, wenn deren Freundin nur wenige Radminuten entfernt wohnt.

Heute gab es den ersten ernsthaften Streit in der Coronazeit, und Frust und Enttäuschung prallte auf Frust und Enttäuschung, und obwohl die Mädchen alleine waren, lag jede beim Fernsehn auf einer eigenen Couch.

Corontäne 58: Alltag

Normal ist mittlerweile, dass vormittags in der Küche, im Garten oder an den Schreibtischen gelernt und gearbeitet wird; heute machen wir das mal alle 4.

Klingt langweilig? Ist es vielleicht auch.

Bei Ellie ist die Luft heute raus. Sie macht ein bisschen Politik und etwas für Englisch, muss aber eh heute nicht viel tun: gestern hat sie bis in den Nachmittag rein vorgearbeitet. Sie geht zum Lesen nach draußen.

Wir anderen sind mal mehr, mal weniger motiviert, essen gemeinsam Spinatlasagne zu Mittag, trinken Kaffee, arbeiten oben und unten und schaffen einiges weg, anderes dafür nicht, und so vergeht der Donnerstag.

Corontäne 57: Laufbahnplanung Oberstufe

Hanne zoomt mit der Oberstufenkoordinatorin, um den Plan für die kommenden Jahre festzuzurren. Nach einer Viertelstunde steht alles, ich unterschreibe, sie unterschreibt, nach dem Sommer geht’s in die EF.

Corontäne 55: Montag

Es ist kalt und grau und usselig, richtig ungemütlich draußen. Während die eine Hälfte der Familie froh darüber ist nicht rauszumüssen, gönnt sich Hanne einen weiteren Tag Auszeit vom Joggen. So muss nur der Weltbeste aus dem Haus und macht sich auf den Weg ins Büro.

Der Tag vergeht unter Arbeit, Zoom, Arbeitsblättern, Emails, Staubsaugen, Kochen, Saubermachen, Einkaufen, BeatSaber spielen und später dann Veronica Mars.

Montag, heute hab ich kein Foto für Dich.

Corontäne 54: Muttertag

Die Mädchen haben mir eine erdbeerige Muttertagstorte gebacken.

Als ich aufstehen darf, überlegen sie grade, ob es wohl ein Muttertagslied gibt, wie es ja auch Geburtstagslieder gibt. Wir frühstücken in der Sonne auf der Terrasse.

Zwar hat die Torte von gestern auf heute in der der Wärme ein kleines bisschen Form verloren, aber sie schmeckt natürlich hervorragend, und ich bin ganz furchtbar gerührt. Danke, Ihr Schätze!

Im Gegensatz zum Rhabarberkuchendebakel schmeckt der uns allen.