Maifeiertag

Ungerecht, dass er auf einen Samstag fällt, finden die Mädchen. Ich finde das auch, einer 4-Tage-Woche kann ich grundsätzlich viel abgewinnen.

Heute fühlt sich alles an wie ein Sonntag, und hier passieren trotzdem Dinge:

Das Fenster und die Balkontür für Hannes Zimmer sind da und warten in der Garage auf ihren Einbau.

Wir bekommen einen 1x1x1m großen Regenauffangbehälter, der über die Garage in den Garten gehievt werden muss, weil er nicht durch die Tür passt. Den Platz dafür hatte Christoph schon vorbereitet.

Wir haben vor, das Regenwasser von der Garage in den Behälter zu leiten; zusätzlich wird das Regenfallrohr angezapft.

Kind2 genießt die Sonne.

Spaziergang: nicht nur in Bonn gibt es Kirschblüten!

Im Gewächshaus geht’s ordentlich voran.

Spielerunde am Abend.

Überall Zeug

Im Homeoffice zu sein bedeutet neben all den Aufs und Abs auch, dass Christoph zwischen zwei Telkos schon mal die erste Lage weiß über die dunkelrote Wand in Ellies Zimmer streicht und, während sie trocknet, den Pinsel fallenlassen und an den Schreibtisch zurückkehren kann.

Am Nachmittag räumen wir auf und um, denn wir bekommen am Wochenende Besuch, für den das Gästebett im Gästezimmer bestenfalls auch ohne Klettertouren erreichbar ist. Wir haben einfach zu viele Sachen.

Der große Kleiderschrank überlebt den nächsten Transport und steht jetzt im Gästezimmer. Mit Zeug drin.

Noch mehr Zeug steht im Zimmer davor. Das muss jetzt erstmal so bleiben. Damit sich niemand was bricht, haben wir immerhin eine Schneise geschlagen.

Das alte-neue Gästezimmer, mit Zeug.

Ellie und ich fahren einkaufen, denn morgen ist ja Feiertag und wir könnten ja verhungern. (Gut, wir kaufen Pizza für den Abend und dringend benötigtes Obst und Gemüse für die nächsten Tage, und Kaffee und Milch und das war dann irgendwie schon wichtig…)

Hanne verabschiedet sich zu ihrer +1 und wir anderen fallen mit müden Füßen auf die Couch. Die Serie für uns 3 ist White Collar. [Wir haben Serien für alle denkbaren Familienkombinationen, zur Zeit so: gucken Christoph und Hanne Blacklist, Hanne und ich The Last Ship, Ella und ich Miss Fisher oder Once Upon a Time, Christoph und Ella Community College, Christoph und ich kürzlich Beforeigners wie alle Menschen in Deutschland, wir alle zusammen Chuck und Flash Forward und ab und an Das groooße Backen mit X-Bein und O-Bein.]

Kunst am Küchentisch

Heute stehen bei Ellie ein Unfallbericht für Deutsch und ein Selbstportrait für Kunst auf dem Plan.

Der Kaffee ist von mir, ich leiste ihr kurz Gesellschaft.

Dienstag

Es ist kalt und klar, als das große Mädchen zur Schule radelt. Das kleine Mädchen kann heute länger schlafen. Ich wecke um 8 und gehe an meinen Rechner.

Der Tag ist proppevoll. Am Nachmittag treffen die Familienmitglieder in der Küche aufeinander. Es ist warm geworden, Schäfchenwolken, Kirschblüten, blauer Himmel.

Unter dem Maisenbaum liegt eine halbe Eischale.

Christoph klappt den Rechner runter und trifft sich mit Herrn R. am Aasee.

Zum Abendessen ist er zurück. Wir ernten Pflücksalat.

Das kleine Mädchen entscheidet sich für ihre zweite Fremdsprache ab der 7. Klasse: Latein. Nach etwas längerem Hin und Her sind die Wahlen der Freundinnen entscheidend gewesen, genau wie bei Hanne das damals ausschlaggebend für Französisch der Fall war.

Dunkelgrau

Wir machen in Ellies altem-neuem Zimmer weiter.

Ellie verspachelt wirklich gerne und gut.

Christoph und Ellie streichen, Hanne und ich lernen und arbeiten.

Okay, das sieht wirklich phänomenal dramatisch aus!

Am Abend schieben wir das Bett nach dem Trocknen der Wand wieder ans Fenster. Ob das Bett da stehenbleiben wird, sehen wir im Laufe der weiteren Umgestaltung.

Christoph läuft noch eine Alleinerunde.

Samstag

Alle schlafen aus, das ist schon mal ein feiner Start .

Ich finde einen alten Wichtelzettel. In der Schule kann man jemand anderem am 6. Dezember eine Nachricht und einen Schokonikolaus zukommen lassen. Wahrscheinlich war der hier von 2020?

Heute haben wir alle irgendwas zu tun, zum Beispiel oben den Zimmertausch voranzutreiben.

Christoph baut Ellies aktuelles Bett auseinander und sucht sich alte/neue Teile zusammen: das neue Bett soll halbhoch werden.

Hanne arbeitet an ihrem 3-Minuten-Video für Englisch: „The Future I Want“.

Anlehnen sollen sie sich an Brittany Trilfords Video. Wie man sieht, geht’s Hanne um equality/fairness und education. Sie arbeitet viel mit dem Frauenatlas, der schon fast Eselsohren hat.

Ella und ich treffen jeweils einen anderen Menschen. Draußen. Dürfen wir das? 2 von uns sind unter 14, 2 nicht. Ich blick nicht mehr durch, aber wir halten penibel Abstand.

Wir großen Menschen lassen die kleineren zurück und gehen eine Stunde am Wasser entlang. Die Sonne kommt raus. Ich bekomme einen Sonnenbrand im Gesicht.

Gar nicht verstehe ich, wenn man da, wo Kinder spielen, so viele Bierflaschenscherben liegen lassen kann.

Als wir wiederkommen, ist das Bett schon ein ganzes Stück weiter.

Ellie und ich buchen kurzerhand einen Termin im Hornbach, um Wandfarbe zu kaufen. Das geht ganz problemlos und im Laden ist sehr wenig los.

Ella sucht sich das Grau aus, das ein My heller ist als Schwarz. Die nette Farbmischfrau und ich gucken uns verstohlen an, aber gewünscht ist gewünscht und im eigenen Zimmer dürfen die Kinder sich genau so ausleben, wonach ihnen ist. [Sie müssen nur beim Streichen und allen anderen Arbeiten helfen.]

Die erste Farbe in diesem Zimmer war Orchidee, die Wand wurde dann wieder weiß (und eine andere dunkelrot) und nun wird sie halt dunkelgrau.

Heute streichen wir noch nicht, aber am Abend steht das Bett provisorisch, und das Mädchen freut sich arg.

Abschalten

Die Sonne scheint, das Wochenende lacht uns entgegen. Wir freuen uns darauf. Laptop zu, Schulbücher weg, raus.

Wie können diese Wochen, die so langsam vergehen und die so ereignislos scheinen, gleichzeitig so schnell verfliegen und so, so anstrengend und kraftraubend sein?

Hanne sagt: „Meine Haut riecht nach Erde, meine Knie riechen nach Gras.“

War ein guter Tag.

Donnerstagsschnipsel

Ella ist heute in der Schule und rendert.

In Christophs Büro: Kaktus und Orchidee blühen.

Im Garten:

ein neuer Hibiskus, blauer Himmel

Runde durch’s Viertel

Schon schön, da, wo wir wohnen. Unterwegs war Christoph, weil wir Ellas Impfpass nicht mehr finden, die Schule aber die Masernimpf-Kontrolle durchführt.

Vorgestern Rundmail der Schule – gestern erwähnt, dass wir uns darum kümmern müssen – Christoph sagt, dass er das übernimmt – ruft sofort beim Kinderarzt an – holt heute den Impfpass ab. Herzensternchenaugen.

Das große Kind lernt für die Erdkundeklausur.

Ich besuche Babypflanzen im Gewächshaus.

In Vorbereitung zum Zimmertausch zieht der Spieleschrank aus dem aktuellen Gästezimmer in Ellas Zimmer um, das früher mal das Gästezimmer und wiederum davor Hannes Zimmer war.