Ins Weltall fliegen und Mumien erschrecken

Christoph und ich arbeiten, die Mädchen pröddeln vor sich hin, richten alles für den heute Abend ankommenden Besuch her und besetzen schließlich die Couch.

Gestern haben wir uns einen innerlichen Ruck gegeben (und ein günstiges Angebot wahrgenommen) und Disney+ aktiviert, aus Gründen. Seitdem läuft hier „es gibt 6 Wochen voller Sommerferientage bis die Schule beginnt und es ernst wird“.

Mittags treibe ich mein Programm „Vorräte aufbrauchen“ weiter und verarbeite übriggebliebene Linsen, Zwiebeln, gerösteten Sesam, Chilipaste und Tomatensauce zu Fake-Hackfleisch, bekomme aber wenig positive Resonanz von den Kindern.

Seufz.

In der Küche startet das nächste 1500-er Puzzle.

Christoph ist nach der Arbeit mit seinen Jungs in Wolbeck verabredet und radelt in die entlegenen Außenbezirke von Münster. Wir 3 holen seine Mutter um halb 9 vom Gummibahnhof ab.

Dann sitzen wir noch in der Küche und quatschen und puzzeln dabei.

Aufbrauchen

Unser Projekt der Woche heißt: Bis Freitag nicht einkaufen gehen. Wir haben noch so viele Lebensmittel in der Vorratskammer, da möchte ich mal ran. Auch wenn man nicht auf alles davon in dem Augenblick Lust hat und die leckere Alternative so einfach ist (der Supermarkt ist verlockende 200m entfernt und hat bis 22h offen), ziehen wir das diese Woche durch, jawoll!

Die Mädchen sind Feuer und Flamme, während mir direkt nach großspuriger Verkündigung der Wochenaufgabe die Panik in die Augen schießt – haben wir noch genügend Kaffee und Milch?! Könnte funktionieren, allerdings rege ich an, den Milch-in-Müsli-Konsum verantwortungsbewusst im Sinne der Erhaltung der guten Laune der Eltern zu bedenken.

Die Mädchen backen jedenfalls schon mal Kekse ohne Eier und Milch, aber natürlich mit Lebensmittelfarbe und Kuvertüre, die noch im Kühlschrank lag.

Doch lieber nach Hause

Die erste Ferienwoche ist vorbei. Nach dem Mittagessen fahren wir in Richtung Osten, denn wir treffen und mit Christophs Eltern, um Ellie zu übergeben. Hanne bleibt die zweite Ferienwoche zu Hause, sie will für die Klausurenphase, die direkt nach den Ferien startet, lernen, schlafen, lesen, sich mit Freundinnen treffen und mit ihrer Freundin in den Staaten zoomen teamen, was bei 7 Stunden Zeitunterschied gerne bis spät abends beginnt und bis in die Nacht dauert.

Allerdings wird Ellie auf der Fahrt immer stiller, und am Ende beschließt sie, doch mit nach Münster zu kommen. Die Übergabe wird also bloß ein Treffen, wir kommen kurz vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause und kommen an.

Chistophs selbst gefaltete Lampe aus dem Jahr 2014

Ein bisschen Hilfe

Zum Mittagessen sind wir in Köln, können die Mädchen und meine Mutter in die Arme schließen und einige Sachen erledigen, die trotz energisch-jugendlicher Hilfe in der Woche liegengeblieben sind. Dazu zählt der Garten.

Danach stehen noch ein paar technische Fragen an, ein Schrank soll in den Keller umziehen, und zwischendurch natürlich essen, packen und spielen.

Spielwütig

Bei den Kindern

und bei uns in Münster.

Morgen Vormittag fahren wir zu den Mädchen!

Diese erste Ferienwoche war geprägt durch sehr viel Arbeit, aber ohne schlechtes Gewissen den Mädchen gegenüber.

Hanne joggt

Jeden Tag, und bei Oma auch mal durch den Wald.

Pilz erlegt

Die Herbstferien lassen sich gut an. Zwar wollte das große Mädchen ursprünglich mit einer Freundin nach Österreich, aber durch die unsichere Lage hat sie sich selbst dazu entschieden, das Risiko nicht einzugehen und freut sich jetzt auf die erste Woche in Köln.

Christoph setzt die beiden Mädchen am Vormittag in den ICE, und schon am Nachmittag haben sie in Omas Rasen Pilze erlegt, ihn danach gemäht, und waren später sogar noch im Wald.

Harmonisch

Entspanntester Samstag. Wir machen den Garten winterfest und räumen die Garage auf. Die Mädchen sortieren und stellen Samenbomben her.

Danach fahren Ellie und ich einkaufen, weil später die liebsten Fastnachbarn rüberkommen. Die haben wir wirklich schon gefühlt eeeewig nicht gesehen, und der Abend ist entspannt und fein.