Hello Darkness

Eigentlich wollten das große Mädchen und ich ein unfassbar faules Couch-Wochenende machen, Chinesisch bestellen, Serien gucken und uns weder anziehen noch duschen noch die Tür aufmachen. Nur eben dem freundlichen Liefermenschen, dessen Laden bei der Onlinebestellung konsequent „30 Minuten Wartezeit“ ansagt, egal wann man bestellt, und der dann trotzdem schon 15 Minuten später freundlich zweimal klingelt.

Denn eigentlich wollten der Liebste und das kleine Mädchen dieses Wochenende Holz in den Keller der Schwiegereltern schaffen und da schlafen, aber der Liebste und das kleine Mädchen sind krank und es regnet ohnehin, was sich grundsätzlich schlecht dazu eignet, irgendein Holz in irgendeinen Keller zu schaffen.

Und so bauen sich der Liebste und das kleine Mädchen ein Krankenlager auf dem Sofa, das große Mädchen lädt sich ihre Mädels zum Übernachten ein, denn sie sehen sich so selten, seit das Praktikum angefangen hat, und ich arbeite ein bisschen und versorge ein bisschen und gucke Fernsehn und koche ab und an Tee und reiche Glitzerstifte an.

„Hello darkness my old friend“

CCAA

Der Liebste ist über Nacht beruflich in Köln, wird schmerzlich vermisst und schickt, wie immer, ein Bild vom Dom.

Zu viel Auswahl

Es stellt sich heraus, dass es viermal so lange dauert zwei Paar Schuhe für ein Kind zu kaufen, das neue Hallenschuhe und neue Draußenschuhe braucht, wenn es viel mehr Damenschuhe als Kinderschuhe gibt.

Und so kommt es, dass wir das große Mädchen gar nicht sehen, als sie zwischen Praktikum und Tanzkurs kurz zu Hause vorbeiradelt, sondern erst am späten Abend.

Praktikum

Ab heute macht das große Mädchen für 2 Wochen ein Praktikum im Einzelhandel. Sie muss immer erst um 9 Uhr anfangen, bleibt jeweils bis 15 Uhr und ist heute sehr, sehr aufgeregt. Um den Platz hat sie sich schon im letzten Sommer gekümmert.

Sie hatte einen spannenden ersten Tag, hat vor lauter Aufgeregtheit alle gesiezt, durfte in viele unterschiedliche Aufgabengebiete reinschauen, findet alles sehr interessant und freut sich schon auf morgen.

Eingeschlafen.

Winterfest

Schon wieder Eislaufen, denn für das Winterfest von Ellies neuer Klasse sind wir zurück am Germaniacampus.

Ab 17 Uhr treffen sich Klassenlehrerin, Klassenlehrer, Eltern, einige Geschwisterkinder und die Klasse.

Wir Eltern haben alle wie immer zu viel zu essen dabei, immerhin dieses Mal ein Potluck, schlagen unser Lager an einem Tisch auf, lernen uns kennen und gucken den Kinder zu, wie sie Runde um Runde drehen.

Nach einer Stunde ist es unangenehm kalt. Eine Mutter ruft zu Hause an, die Sauna solle bitte vorgeheizt werden. Neidische Blicke. Nach anderthalb Stunden strecken die ersten Eltern die Segel und sammeln ihre Kinder ein. Ich beobachte das mit Argusaugen, denn ich kann mich wohl gern smalltalkend durch einige Miteltern arbeiten, aber ich kann mir an einem Freitagnachmittag definitiv Schöneres vorstellen. Die Steuererklärung, beispielsweise.

Nach knapp zwei Stunden verabschieden sich auch die letzten in den Freitagabend, und wir sind dabei. Die Couch ruft.

Ich darf mich aber nicht beschweren: Das erste Halbjahr ist fast geschafft und es gibt immer noch keine Eltern-Whatsapp-Gruppe.

Nusskuchen

Wir haben alle Walnüsse, Haselnüsse und Erdnüsse geknackt, die von Weihachtstellern und Nikolausstiefeln übriggeblieben sind. Die Erdnüsse verschwanden direkt in Hannes Schnüss, die Walnüsse in einem Vorratsglas für spätere Ideen. Die Haselnusskerne haben wir gehackt und, weil es just 250 Gramm waren, diesen leckeren Nusskuchen-Gugelhupf gebacken:

  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 250 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise(n) Salz
  • 250 g gehackte Haselnüsse
  • 125 ml Milch

Nach 60 Minuten bei 180° Umluft haben wir eine Hälfte für später zur Seite getan,

und da sich der Kuchen lange saftig gehalten hat, in den nächsten Tagen immer wieder ein Stück essen können.

Geburtstagsreiches Wochenende

Dreiviertel der Menschen in diesem Haushalt haben in den vergangenen 2 Tagen irgendjemanden hochleben lassen und/oder gratuliert.

Gestern Abend was das große Mädchen am Germaniacampus Geburtstagseislaufen und blieb gleich über Nacht bei einer Freundin, die in der Nähe wohnt. Sie schickt uns ein aussagekräftiges Beweisfoto. Danke.

Heute Mittag brachte Christoph das kleinere Mädchen zum Germaniacampus. Ella ist auf der Eislaufbahm zu einem Geburtstags eines Mädchens aus der Klasse eingeladen. Schlittschuhe auszuleihen kostet 4€, der Eintritt aufs Eis ebenfalls. Die Bahn gibt es jetzt seit 10 Jahren und wird gut angenommen.

Ich hole ab, als es anfängt zu regnen und ungemütlich zu werden. Gemeinsam huschen wir 2 noch kurz in den Supermarkt und dann schnell ab nach Hause in die Wärme, auf die Couch, Samstagsabendgemütlichkeit zu dritt. Der Liebste ist auch auf einen Geburtstag eingeladen, aber es ist einer ohne Eisbahn.

Eislaufen 2015

Eislaufen 2016