Autobahn

Die Mädchen hören ihre eigene Musik und wippen im Takt mit den Füßen. Nach einer sehr, sehr vollen Zeit mit sehr langen Arbeitsstunden bis manchmal in die Nacht hinein, haben wir 2 vorne Gelegenheit uns auf den letzten Stand zu bringen.

Gut, dass solche stressigen Wochen auch wieder vergehen.

Noch besser, dass Oma sich am Telefon zuversichtlich anhört.

Nordpark

Eine kurze Runde drehen, man kann den Frühling schon vorahnen.

Heute früh ist Oma M ins Krankenhaus gekommen; morgen machen wir uns auf den Weg.

Mittwoch

Alle arbeiten vor sich hin, jeder in seine Ecke des Hauses.

Als ich mir vormittags frischen Kaffee hole, geh ich kurz auf die Terrasse, um den quietschesauberen, klaren Himmel zu bewundern. Ein einziges Flugzeug, sonst nur blau, blau, blau.

Im Schatten hält sich ein kleiner Flecken Schnee, aber nicht mehr lange.

Zum Mittagessen gibt’s das Omelette-Grundrezept aus den Möwenweg-Büchern, nach persönlichen Geschmack 4x unterschiedlich gepimpt. Das Nette daran ist, dass ich den Teig mache und die Schüssel auf dem Herd stehen lasse; mittwochs hab ich über Mittag wenig Zeit. Jeder kann also kommen, wann’s passt und sich selber darum kümmern – frisch schmeckt’s eh besser.

Hanne macht sich nachmittags auf den Weg in den Park, Geburtstag feiern.

Es ist so schön draußen, dass Ellie und ich kurzerhand auch in den Park radeln, aber ans andere Ende. Der liebste Fastnachbarsohn kommt rum.

Die beiden spielen, ich sitze unter’m Baum. Das reicht.

Abends setze ich mich wieder an den Rechner, Christoph und Ellie machen Dinge und Abendbrot.

Widerstand

Die sperrige Geburtstagskiste lässt sich nicht sonderlich sicher auf dem Rad transportieren, daher biete ich Hanne an, sie mir ihr zum Haus der Freundin zu fahren.

Ich muss eh noch ein paar Sachen einkaufen, und der Supermarkt ist um die Ecke.

Ellie kommt mit; die Mädchen zicken sich die ganze Zeit an und reiben ihre Nerven aneinander auf (und meine gleich dazu). Solche Tage gibt’s auch.

Riecht nach Frühling

Wir schmeißen die Türen auf! Letzte Woche noch Schnee, heute warm und grün und frühlingshaft. Die Luft duftet wunderbar. Wie bestellt flattert ein Zitronenfalter vorbei.

Und wir haben immer noch die Schneeflocken am Fenster … Ellie wollte sie so lange dranlassen, bis sie wieder zur Schule geht. Dem hätten wir irgendwie nicht zustimmen dürfen.

Voller Frühlingsfreude beschließt Ellie, ihr Zimmer umzustellen. Das machen wir alle gemeinsam am Nachmittag.

Der Schreibtisch (Hannes erster, den sie zum Schulstart bekam und der sich als 10 Jahre unnütz erwies, weil alle Hausaufgaben immer am Küchentisch gemacht wurden, bis Corona) zieht ins Schlafzimmer, die Couch wieder zurück ins 1. Zimmer, und dafür muss das Bett noch schnell in die andere Ecke.

Nachtwanderung

Das kleinere Mädchen hatte sich gewünscht, nachts mit einer Taschenlampe durchs Viertel zu laufen. Gut, dass es schon um halb 9 dunkel ist. Gut, dass Richtung Norden wenige Häuser stehen!

Wir sind eine Stunde unterwegs!

Nordpark

Ellie überredet mich, mit ihr eine Runde zu drehen. Wir bleiben auf dem Spielplatz hängen und gehen erst heim, als die Laternen angehen.

Der Schnee geht, und Glitzer

In den letzten beiden Tagen lag die Temperatur konstant bei kurz-unter-10° und der Schnee verabschiedet sich langsam, auch von Hannes Balkon. Reicht auch, danke.

Endlich kommt in diesem Haushalt auch mal wieder Glitzer zum Tragen: Die vor der Tür zu postierende Geburtstagsbox im Freundeskreis der Mädchen wird verschmückert.

Diese Box wird per Videokonferenz geöffnet, und zwar seeeeeehr spät abends, damit die Freundin in den USA auch mit dabei sein kann.