Wieder ein Abschied

Heute ist der letzte Schultag in der Grundschule, und der Tag startet mit einem Gottestdienst. Die Kinder sind schon da, als ich kurz nach 8 mein Fahrrad an der Kirche abschließe. 10 Minuten später startet der Gottesdienst. In den Reihen sitzen erst die Schulkinder, und dahinter viele andere Mütter, Väter, Großeltern, Lehrerinnen, Betreuerinnen. Ella stellt sich auf Zehenspitzen, um ans Mikrofon zu bekommen, und liest einen Psalm. Ich bin überhaupt nicht textsicher, weine dafür aber auch nicht.

Nach dem Gottesdienst radeln und laufen wir in die Schule, denn in der Turnhalle gibt es noch ein Programm, in dem die Viertklässler verabschiedet werden. Die Schüler singen mehrere Lieder, es werden Blumen und Lob verteilt.

Danach geht es alles ganz schnell. In ihren Klassen holen die Kinder ihre Zeugnisse von den Klassenlehrerinnen ab, wir Eltern stehen auf dem Schulhof und warten. Die meisten Basteleien und Fotos hat Ella schon im Laufe der Woche nach und nach mit nach Hause genommen, heute hat sie nur noch Turnbeutel, Tonni, Jacke und Helm in der Hand. Sie drückt rechts und links noch ein paar Freunde, schließt die Leeze auf und findet es seltsam, aber nicht schlecht, ein letztes Mal vom Schulhof zu rollern.

Die Sommerferien können kommen! Und selbstverständlich läuten wir vier sie mit dem traditionellen Zeugnisessen ein.

Cosmo

Der Liebste war am Abend mit Freunden beim Bowling (und hat letztendlich seinen Highscore aller Zeiten trotz bester Vorzeichen verspielt).

Dom

Immer, wenn mein Mann in Köln ist, schickt er mir ein Bild vom Dom.

Das Powerpoint-Problem

Seit das große Mädchen in der Klasse hinten sitzt, wurde es schwierig, die Powerpoints da vorne problemlos lesen zu können. Ein Besuch beim Augenarzt bestätigte: -0,5 und -1,0.

Ein halbes Jahres nach dem kleinen Mädchen hat sich Hanne heute eine neue Brille ausgesucht. Ende der Woche ist sie fertig, und die Vorfreude steigt. Mögliche Anpassungsprobleme damit, eine Brille anziehen zu müssen, werden absolut übertroffen von der Möglichkeit, dann die Augen nicht mehr zusammenkniepen zu müssen.

Und natürlich gehen wir anderen 3 mit zum Optiker!

Sehnenzerrung

Nichts passiert, was die Zeit nicht heilt… Fuß hochlegen, schonen, kühlen.

Sandsteinmuseum

Es ist so heiß, das ist schon nicht mehr lustig. Nach draußen kann man sich gar nicht mehr begeben, deswegen fahren wir ins Sandsteinmuseum nach Havixbeck. Da waren wir noch nie – und sonst gehen wir uns in dieser Hitze zu Hause bloß alle sehr auf die Nerven.

Das Museum ist klein, aber sehr liebevoll gemacht.

Mit dem guten Gefühl, heute doch irgendwas gesehen zu haben, knautschen wir uns für den Rest des Tages im abgedunkelten, nach Süden liegenden Wohnzimmer auf die Couch und tun – nichts.

Ein Fest zum Abschied

Das kleine Mädchen wird nach den Sommerferien aufs Gymnasium wechseln, auf das auch die große Schwester geht. Zum Abschied gab es heute gemeinsames Grillen und eine Aufführung der Kinder, die sich nach 4 Jahren von ihren Lehrerinnen verabschiedet hatten. Im Piratenstück hatte die meisten Kinder eine kleine Rolle. Obwohl Ellie ihre 2 Sätze problemlos auswendig konnte, hat sie sie sich zur Sicherheit auf die Hand geschrieben.

Hanne, Christoph und ich verließen die aufgeregten Viertklässler, die geknubbelt in der Klasse schlafen würden und ihr Lager aufbauen gehen wollten, gegen 20 Uhr.

Cherrypicking

Freunde, die einen Schrebergarten mit altem Obstbaumbestand übernommen haben, haben uns angeboten, Kirschen zu pflücken zu kommen. Am Nachmittag, kurz bevor wir loswollten, knicke ich im Garten um und kann beobachten, wie der linke Knöchel innerhalb von 60 Sekunden eine Schwellung in der Größe eines Hühnereis produziert. Prima. Ich radele heute sicher nicht irgendwohin, geschweige denn stehe da akrobatisch auf einer Leiter. Nein, danke.

Da Ellie sich aber so auf die Kirschen und die Freunde gefreut hat, holt sie mir einen Kühli und ruft dann ihren Vater im Büro an, ob er mit ihr in den Schrebergarten machen kann? Kann er eigentlich nicht, macht er aber trotzdem wahr. Weltbestester.

Die beiden sind eine Stunde unterwegs, kommen mit Tupperpötten voller knackiger, sehr leckerer Kirschen zurück. Der Liebste verabschiedet sich zurück in die Arbeit, und ich lasse mich von den Mädchen bedienen.